Weihnachten

Moin!
Dieses Jahr wurde ich in unserer Lebensgemeinschaft gefragt, ob ich nicht die Krippe aufbauen möchte. So was mache ich super gerne. Also habe ich ja gesagt. Ich dachte aber an die kleine Krippe, die in der Mitte zu sehen ist. Diese gab es auch letztes Jahr. Der Wunsch war aber eine große Weihnachtskrippe aufzubauen für unser Krippenspiel. Mmmhh. Das war wohl ein Mißverständnis, was wir aber noch rechtzeitig klären konnten. Und während meiner Arbeitszeit kamen mir dann Gedanken, wie ich die Krippe gestalten könnte.

Es gab ein paar Gestelle, den Futtertrog und Stoffe. Gleichzeitig war ich in der Weihnachts AG, die die Adventszeit geistlich begleitet und den Weihnachtsgottesdienst vorbereitet hat. Im Gottesdienst wollten wir gerne einen offenen Teil einplanen, wo jeder etwas zur Krippe bringen kann: Lieder, Texte, Gebete, Bilder ….
Im November fällten wir eine Eiche an einer Straße, was auch unsere Nachbarn mitbekommen habe. Eines Tages kam ein Nachbar vorbei und fragte, ob ich ihm eine Baumscheibe abschneiden könnte. Klar kann ich. Und beim Sägen ist mir dann aufgefallen, dass der Baumstamm die Form eines Herzens hat. Mit Phantasie kann man ein Herz erkennen. Und dann flossen nur so die Ideen. Das Herz kommt in die Krippe und dann könnten die Lieder, Texte, Gebete, Bilder an das Herz geheftet werden. Wer mag kann ein Lied singen aber diejenigen, die ein leises stilles Gebet wünschen können einfach nach vorne kommen und es anheften. Auf einer Fläche stand Bambus. Ein Mitbewohner hat es für mich geerntet und zum Trocknen auf die Seite gelegt. Die Sitzgelegenheiten sollten Stammabschnitte der frisch gefällten Eiche werden.
Und dann kam der Tag des Aufbaus. Da ich auch für das Stellen des Weihnachtsbaumes und dem Anbringen der Lichterketten daran zuständig war mußte sich der Krippenaufbau ein wenig gedulden. Kinder warteten darauf mit einer Mitbewohnerin den Baum schmücken zu können. Meine Gedanken waren auf Hochtouren. Alle im Haus wollten ihre Räume schmücken. Fragen. Koordination. Das war mir zu viel. Also habe ich zu meinem Helfer gesagt, den ich gefragt hatte, ob er mit mir die Krippe aufbauen will, dass ich mich erst einmal setzen muss. Stille. Gebet. Jesus ich habe keine Ahnung, wie ich das äußere des Stalls aufbauen soll. Und ich konnte ruhig werden, es abgeben und dann haben wir angefangen. Wir haben drei Seitenteile vom Dachboden geholt und nach unten gebracht. Und das ist so ein Punkt den ich absolut mag an unserer Lebensgemeinschaft: Du kannst andere Fragen. Ich muss nicht alles können. Es gibt andere die dir helfen. Und so haben wir Stück für Stück die Krippe aufgebaut. Eigentlich ging der Arbeitseinsatz nur bis zum Mittagessen. Aber ich stand so unter Spannung. Ich habe am Nachmittag weiter gebaut bis ich fertig geworden bin.

Der Gottesdienst an Heilig Abend war schlicht und ergreifend. Wir haben die biblischen Texte der Bibel vorgelesen und szenisch nachgespielt. Wir sind mit Maria und Josef durch unseren Park gegangen bis zum Gasthaus in Bethlehem. Der Weg wurde durch Windlichter erhellt, die unsere Kinder aufgestellt haben. Wir trafen dann die Hirten auf dem Feld und sind dann mit ihnen den Weg zur Krippe gegangen und haben dort Maria und Josef und das Kind getroffen. Am Ende des Gottesdienstes konnte man etwas zur Krippe bringen und ans Herz heften. Aber was da in der Krippe anfängt geht ja weiter und so konnten jetzt über die ganze Weihnachtszeit hinweg Beiträge ans Herz geheftet werden.

Schrille Nacht, eilige Nacht!

Herzen auf! Platz gemacht!

Gottes Kind, ach komm herein!

Neu geboren wolln wir sein,

Christ, in deiner Geburt!

Christ, in deiner Geburt!

Gehard Schöne, Neudichtung von Stille Nach, heilige Nacht,

Euer Hendrik

Über menuchaprojekt

Landschaftsgärtner - Theologe - Künstler Trotz Niederlagen, Krankheiten, Scheitern und Rückschlägen ist das Leben lebenswert. Es ist die Kunst im Dschungel des Alltags zu überleben.
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4 Antworten zu Weihnachten

  1. mynewperspective schreibt:

    Wow, das sieht toll aus. Das nenne ich Weihnachtskulisse.

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