ertappt

Moin, Moin!
Jetzt habe ich mich selbst überführt. Dieser Tage schrieb ich einer Mitbloggerin als Kommentar einen Spruch, den uns Studenten mal ein Dozent als Lebensweisheit mit auf den Weg gegeben hat: „Man sollte immer wieder mal das tun, wovor man Angst hat.“ Tja das ist wirklich ein kluger Satz, den ich ab und zu auch wirklich schon beherzigt und damit positive Erfahrungen gemacht habe. Aber jetzt hat er mich doch in wirklich relativ kurzer Zeit eingeholt. Als ich Samstag in einem staubigen Silo lag mit einer Vollmaske auf dem Kopf und 20 Meter tiefer auf den Boden des Silos geschaut habe ist mir dieser Spruch wieder eingefallen. Wir haben Staubsäcke für die Luftabsaugung ausgetauscht. Das waren dann nicht fünf, sondern fast 170 Säcke. Ich muss dazu sagen, dass ich Höhenangst habe. Wenn ich viel in den Alpen wandern gehe wird es weniger. Über schmale Balken über einen Abgrund balancieren, auf Dächer gehen, auf sehr sehr hohen Leitern gehen oder mal in einem Klettergarten von Baumplattform zu Baumplattform zu springen, so etwas kostet mich schon Überwindung. Einerseits gibt es dann die angstmachende Stimme: ‚Da geht es tief hinunter. Die Decke ist nur aus dünnem Holz. Da könnte man einkrachen. …‘ Und dagegen arbeitet dann die Vernunftstimme: ‚Das ist alles abgesichert. Arbeite ruhig und besonnen. Denke nicht mit der Angst, sondern an etwas gutes. Konzentriere dich auf die Arbeit. …‘ Und es klappt. Ich muss so etwas nicht jeden Tag machen. Aber es ist eine schöne Herausforderung. Und Stolz bin ich dann auch, dass ich es geschafft habe.

ein Blick auf die alten Säcke

und hier die neuen eingebauten Säcke (sie müssen jetzt noch aufgehängt werden)

aufgehängte Staubsäcke

Blick von unten in einen aufgehängten Staubsack hinein

Über menuchaprojekt

Landschaftsgärtner - Theologe - Künstler Trotz Niederlagen, Krankheiten, Scheitern und Rückschlägen ist das Leben lebenswert. Es ist die Kunst im Dschungel des Alltags zu überleben.
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5 Antworten zu ertappt

  1. PEPIX schreibt:

    Oder der Angst einfach mal in den Allerwertesten treten und sagen „Du kannst mich mal!“ Ich hab auch Höhenangst. Aber ich klettere auf jeden Turm und Baum und sage hinterher „Du kannst mich mal!“ 🙂 Ich bin auch immer sehr stolz auf mich, wenn ich das geschafft habe. Und du kannst das auf jeden Fall auch sein!

  2. Stephanie Jaeckel schreibt:

    Wer bei seiner Angst bleibt, bleibt stecken. Dennoch gehört sie gehört, die Angst. Nur drauflos stürmen kann ja auch ein fieser Fehler sein.

  3. Lena schreibt:

    Hach das stimmt ja auch, ne!? Nur kostet das echt immer so viel überwindung :(…aber du hast das ja vorbildlich gemeistert! Super! Kannst wirklich stolz auf dich sein 😉 In dem sinne wünche ich dir jetzt eine gute Nacht 😉 LG aus seis und bis bald! Lena

    • menuchaprojekt schreibt:

      Moin Lena!
      Danke für Deinen Kommentar. Es ist immer wieder eine Herausforderung sich zu überwinden und danach fühlt man sich wirklich gut, dass man es geschafft hat. Wie bist Du eigentlich auf meine Blogseite gestoßen? LG Hendrik

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