Osternachtrag

Moin, Moin!

Es gibt ein Lied aus einem Ostermusical, welches regelmäßig über Ostern im CD-Player läuft. Die anderen Lieder darauf sind auch nicht schlecht, z.B. die Interpretation von Cae Gauntt mit dem Lied ‚O Haupt voll Blut und Wunden‘. Gänsehaut.

Ein Lied hat aber sozusagen den absoluten Spitzenplatz für mich auf der CD gewonnen. Es hat Andreas Malessa, ein Journalist bzw. Radio- und Fernesehmoderator geschrieben. Es heißt: ‚Er ist auferstanden‘. Von der Titelzeile nun nicht besonders spannend, aber er beschreibt, was aus der Auferstehung Jesu entsteht. Jesus nachzufolgen war nach meiner Auffassung noch nie theoretisch, auch wenn sich manche Gemeinden so anfühlen. Es ist ein Lied, was mich in meiner Arbeit bewegt oder auch antreibt. Wenn er schreibt „Als der Auferstandne sagte: Gehet hin in alle Welt – hat er solche Nachbarn immer mitgezählt.“

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Rapsfeld im Morgennebel

Er ist auferstanden


Jedem überall und jeder Zeit gleich nah.

Immer allerorts für alle wirklich da.

Er ist auferstanden, Christus geht voraus.

Ruft uns, ihm zu folgen weit hinaus.

Jedem überall zu jeder Zeit gleich nah.

Immer allerorts für alle wirklich da.

Er ist auferstanden, Christus lädt uns ein.

Ihm ins Leben folgen tief hinein.

Er ist wieder ohne Job,

zum zweiten Mal in diesem Jahr.

Sie ist wieder sturzbetrunken,

war die halbe Nacht nicht da.

Seine Freundin wohnt nicht weit,

und ihr Geliebter kommt ins Haus.

Beide wissen: Ohne Kinder wär es aus.

Ihre Kinder prügeln rum

und sind bei allen unbeliebt.

Blaue Flecken, Blaue Briefe,

bis es Schulverweise gibt.

Als der Auferstandne sagte:

Gehet hin in alle Welt –

hat er solche Nachbarn immer mitgezählt.

Jedem überall …

Er kriegt noch mehr Provision,

obwohl er längst am Geld erstickt.

Sie kriegt noch mehr Komplimente,

auch wenn keine Freundschaft glückt.

Er kauft jedes Jahr ein Auto,

sie kauft täglich teuer ein.

Beide wissen: Wir sind eigentlich allein.

Viele suchten ihre Nähe,

weil das Vorteile versprach.

Bis an Mißtraun und Berechnung

alles Menschliche zerbrach.

Als der Auferstandene sagte:

Gehet hin in alle Welt –

hat er solche Menschen immer mitgezählt.

Jedem überall …

Er sah Bomben und Granaten,

floh zu Fuß aus seinem Land.

Sie hat Angst vor Männern,

wird verhöhnt als Asylant.

Vierzehn Fremde auf zwei Zimmern,

Lärm und Ärger jede Nacht;

statt zu schlafen, halten beide lieber Wacht.

Um den Unterhalt zu sichern,

lernt sie stehlen, sehr geschickt.

Wenn Behördenbriefe kommen,

macht die Angst ihn fast verrückt.

Als der Auferstandne sagte:

Gehet hin in alle Welt –

hat er solche Nachbarn immer mitgezählt.

Zu allen Menschen, die nicht ahnen,

wie sehr Gott sie liebt;

zu allen Menschen, die nicht glauben,

dass es Hoffnung gibt;

zu allen Menschen, die nicht wissen,

dass sie nicht verzweifeln müssen,

sendet Jesus uns.

Jesus sendet uns.

Jedem überall …

© Andreas Malessa; aus: Drei Tage, Oratorium von Johannes Nitsch; Hänssler-Verlag

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Landschaftsgärtner - Theologe - Künstler Die Kunst im Dschungel des Alltags zu überleben.
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