krass

Moin, Moin!

Meine letzte Wochenende war bis einschließlich heute eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Als ich irgend ein Tag in der Bank war hatte ich den Eindruck, dass ich von meinem abgehobenen Geld 20 € der anderen Person im Raum geben soll. Irgendwie krass. Wir bitten um Spenden, da wir noch Schulden haben. Kommen selbst kaum über die Runden. Geld für die Gemeinde geben ist normal. Das gehört dazu. Aber jetzt einer wildfremden Person? Und ich sollte noch dazu sagen, dass dies von Gott kommt. Dann kommen aber zwei 50 € Scheine aus dem Automaten. Scheiße. Ich dachte, da ist Kleingeld dabei, wie sonst auch. Nochmals Geld abheben? Ich bin unsicher. Gehe aus der Bank. Habe aber ein schlechtes Gewissen, dass ich hier eine Chance vertan habe. Mache meine Besorgungen und lege die 20 € im Geldbeute beiseite. Sie sind ja nicht für mich. Versuche Ruhe darüber zu bekommen. Hatte dann ermutigende Begegnungen und inspieriende Aussagen beim Hopelinetreffen in Chemnitz. Am Abend gab es Lobpreis mit der Band Gracetown. Erst dachte ich. Mal schaun. Und dann war ich überrascht über die tiefgehenden Texte, die mich berührt haben:

Du tust

Meine Seele sucht Heimat, mein Herz sucht Glück,
doch wo immer ich hingeh, geht´s mal vor und mal zurück,
ich sehn mich nach Frieden, was ich auch tu,
am Ziel meiner Suche stehst Du.

Mein Freudeschenker, mein Heimatgeber,
mein Glücklichmacher und mein Schuldvergeber,
mein Friedensbringer und mein Worteinhalter,
mein Liebesspender bist Du.

Du tust im innern meiner Seele gut,
und Du tust, was Balsam auf den Wunden tut,
und Du suchst mich, wenn ich mich in mir verlier,
in mir verlier.

Meine Sehnsucht nach Liebe ist täglich da,
doch ich kann nirgends finden, was ich bei dir sah.
Meine Schuld braucht Vergebung, was ich auch tu,
am Ende des Weges stehst Du.

Text & Melodie: Tobi Wörner
© 2008 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

Sonntag dann in der Gemeinde. Predigt OK. Lobpreis rockig. Dachte. Deine Gitarre mußte auch mal wieder rausholen. Und dann gab es die Möglichkeit aus seinem Leben zu berichten. Eine Frau erzählt von ihrer Situation. Bin Baff von ihrer Ehrlichkeit. Unterhalte mich später mit ihr und erzähle ihr von Endlich Leben, als eine Möglichkeit Heilung zu erleben. Und dann hatte ich noch die 20 resiervierten Euro in meiner Tasche. Jetzt wußte ich, dass die für sie sind. Am Abend dann mit meinen Kids in einem Lobpreisgottesdienst eines Nachbar CVJM. Es hat Kraft gekostet sie mitzunehmen. Und dann waren wir da. Sahen bekannte Gesichter. Und ich wußte. Jepp, das war jetzt richtig. Dann Aussprache und Vergebung. In Arm nehmen. Das tut gut.

Heute kam dann die kalte Dusche. Meine Frau meinte, dass irgendwelche ‚Freunde‘ sagten, dass ich ja froh wäre, dass sie krank ist. Aua. Das tut enorm weh. Und ich weiß nicht, wie lange noch die Kraft hält diese Situation durchzustehen. Und es gibt irgendwie keine Aussicht auf Besserung und konkrete Schritte aus dieser Situation heraus.

be blessed

Hendrik

Advertisements

Über menuchaprojekt

Landschaftsgärtner - Theologe - Künstler Die Kunst im Dschungel des Alltags zu überleben.
Dieser Beitrag wurde unter Blog, Lieder abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s