Zitat

„Die moderne Tendenz scheint zu sein, Arbeit mit Erwerbsarbeit gleichzusetzen; aber ich behaupte, das ist eine gewaltige Irrlehre … Der Irrtum besteht darin, dass Arbeit hier nicht als Ausdruck der schöpferischen Energie des Menschen im Dienste der Gesellschaft erkannt wird, sondern nur etwas, was man tut, um Geld und Freiheit zu erhalten.
Wir brauchen dringend eine christliche Arbeitslehre, die nicht nur für angemessene Arbeitsbedingungen sorgt, sondern auch dafür, dass die Arbeit so sein wird, wie ein Mensch es von ganzem Herzen tun kann, und dass er sie um der Arbeit willen tut. Aber wir können keine sakramentale Einstellung zur Arbeit erwarten, solange viele Menschen durch unsere falschen Wertmaßstäbe gezwungen sind, Arbeiten zu verrichten, die geistig erniedrigend sind – eine Menge finanzieller Tricksereien zum Beispiel oder die Herstellung von vulgärem und nutzlosem Schnickschnack.“Dorothy Sayers
gefunden in: Pflug, Magazin Herbst 2019 (Bruderhof Magazin)
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Ruhesitz

Moin!

Vor mehr als einem Jahr hat ein Baumkletterer bei uns im Park Stück für Stück eine tote Kastanie abgenommen und einen Rest vom Baum stehen lassen. Diesen habe ich jetzt letzte Woche zu einem Ruhesitz umgearbeitet. Man kann seinen Gedanken freien lauf lassen, wie man dieses Wort ‚Ruhe‘ jetzt für sich interpretiert und was man daraus für sich macht. Man kann sich natürlich auch einfach nur hinsetzen, die Augen schließen und den Vögeln im Park lauschen.





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Zitat

„Wir brauchen nicht einen großen Glauben, sondern Glauben an einen großen Gott.

Hudson Taylor

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„Was wir bekämpfen, werden wir nicht überwinden; was wir anschauen, kann Gott heilen.“          Gregor von Nazianz

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Eierbecher

Moin!

Unsere südkoreanische Mitbewohnerin in der Lebensgemeinschaft meinte vor ein paar Wochen zu mir, dass eine Frau das Leben eines Mannes verändert. Das ist wohl war. Bisher kam ich in meinem Männerhaushalt sehr gut klar. Und je länger wir uns kennen, desto mehr wurde klar was alles in meiner Küche fehlt. Unter anderem bin ich bisher ohne Eierbecher ausgekommen. Und so habe ich bei meinem Holzvorrat einen schönen Eichenast gefunden. Er war über mehrere Jahre der Witterung in unserem Park ausgesetzt. Es hat eine wunderschöne verwitterte Struktur im Äußeren und im Inneren war der Ast gut durchgetrocknet, fest und hart. Und so habe ich mit einem Forstnerbohrer ein Loch gebohrt und anschließend im Tauchbecken unserer Holzwerkstatt in Leinöl getaucht.

Euer Hendrik

 

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Baumkunst

fast fertig gefällte Eiche mit Ersatzpflanzung

zwei verschiedenartige Pilze hatten der Eiche arg zugesetzt

die Eiche ist im waagerechten Wurzelbereich hohl und in in die Tiefe ca 120 cm

letzte Woche wurde der letzte größere Stammabschnitt abgesägt

da wo keine Verzweigungen sind lassen sich die Baumscheiben auch sehr gut spalten

hier noch eine Baumscheibe vom letzten Jahr mit frischen Sägespänen

sonniges Wetter beim Arbeiten

und dann habe ich doch noch angefangen von der herzförmigen Baumscheibe eine dünne Scheibe abzusägen

eine Motorsäge mit längerem Schwert hätte die Arbeit erleichtert

diese Herzscheibe ist auf alle Fälle leichter als das Exemplar für die Weihnachtskrippe

es war der Wunsch einiger Mitbewohner aus dem Baumstumpf einen Sitz zu machen

danach gab es rings um den Baum eine Sägemehllandschaft

und jetzt kann man über die Straße hinweg zum Sportplatz schauen

man kann hochgehen

oder sich hinsetzen und in der Mittagspause vor Wind geschützt die Sonne genießen

unsere Kinder erobern den Baum

 

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Familienbett

Moin!
Vor ein paar Tagen postete eine Bekannte von mir einen superguten und empfehlenswerten Artikel auf Facebook. Meine Kinder sind schon aus dem Alter lange raus. Aber ich habe gute Erfahrungen damit gemacht und kann es nur jedem empfehlen.
PS: Wenn ich am Predigtschreiben bin fallen mir so viele Dinge ein, die ich immer schon mal machen wollte. Wie z.B. diesen Artikel verlinken.

Co-Sleeping: Was mit Kindern passiert, die nicht alleine schlafen lernen

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Ostsee

Moin!
Als Lebensgemeinschaft von knapp 50 Personen teilen wir uns vier Autos. Da kann es sein, dass bei einer spontanen Idee einen Ausflug zu machen schon alle Autos verplant sind. So habe ich es heute erlebt dachte ich. Nach dem Gottesdienst schien die Sonne und ein Spaziergang am Strand eine sehr verlockende Idee. Eine Fahrradtour fiel heute flach wegen Rückenschmerzen. Die Sonne nicht genießen? Also packte ich meinen Rücken schön warm ein und schnappte mir meinen Fotoapparat. Da kam ein Ehepaar vorbei, die ein Auto ab Gottesdienst bis zum späten Nachmittag eingetragen hatten. Da es bei uns vor Ort bekannt ist, dass ich gerne an der Ostsee bin fragte mich glaube ich die Frau, ob ich auch zur Ostsee wolle. Eigentlich gern, aber alle Autos sind weg und Fahrrad geht heute nicht. Und es stellte sich heraus, dass sie eigentlich nur über die Mittagszeit zur Ostsee wollten. Es war genau die Zeitspanne, die ich mir selbst vorstellen konnte für einen Ausflug. Super. Und so kam ich doch noch an die Ostsee und an einen Ort, an dem ich bisher noch nicht war.

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Weihnachten

Moin!
Dieses Jahr wurde ich in unserer Lebensgemeinschaft gefragt, ob ich nicht die Krippe aufbauen möchte. So was mache ich super gerne. Also habe ich ja gesagt. Ich dachte aber an die kleine Krippe, die in der Mitte zu sehen ist. Diese gab es auch letztes Jahr. Der Wunsch war aber eine große Weihnachtskrippe aufzubauen für unser Krippenspiel. Mmmhh. Das war wohl ein Mißverständnis, was wir aber noch rechtzeitig klären konnten. Und während meiner Arbeitszeit kamen mir dann Gedanken, wie ich die Krippe gestalten könnte.

Es gab ein paar Gestelle, den Futtertrog und Stoffe. Gleichzeitig war ich in der Weihnachts AG, die die Adventszeit geistlich begleitet und den Weihnachtsgottesdienst vorbereitet hat. Im Gottesdienst wollten wir gerne einen offenen Teil einplanen, wo jeder etwas zur Krippe bringen kann: Lieder, Texte, Gebete, Bilder ….
Im November fällten wir eine Eiche an einer Straße, was auch unsere Nachbarn mitbekommen habe. Eines Tages kam ein Nachbar vorbei und fragte, ob ich ihm eine Baumscheibe abschneiden könnte. Klar kann ich. Und beim Sägen ist mir dann aufgefallen, dass der Baumstamm die Form eines Herzens hat. Mit Phantasie kann man ein Herz erkennen. Und dann flossen nur so die Ideen. Das Herz kommt in die Krippe und dann könnten die Lieder, Texte, Gebete, Bilder an das Herz geheftet werden. Wer mag kann ein Lied singen aber diejenigen, die ein leises stilles Gebet wünschen können einfach nach vorne kommen und es anheften. Auf einer Fläche stand Bambus. Ein Mitbewohner hat es für mich geerntet und zum Trocknen auf die Seite gelegt. Die Sitzgelegenheiten sollten Stammabschnitte der frisch gefällten Eiche werden.
Und dann kam der Tag des Aufbaus. Da ich auch für das Stellen des Weihnachtsbaumes und dem Anbringen der Lichterketten daran zuständig war mußte sich der Krippenaufbau ein wenig gedulden. Kinder warteten darauf mit einer Mitbewohnerin den Baum schmücken zu können. Meine Gedanken waren auf Hochtouren. Alle im Haus wollten ihre Räume schmücken. Fragen. Koordination. Das war mir zu viel. Also habe ich zu meinem Helfer gesagt, den ich gefragt hatte, ob er mit mir die Krippe aufbauen will, dass ich mich erst einmal setzen muss. Stille. Gebet. Jesus ich habe keine Ahnung, wie ich das äußere des Stalls aufbauen soll. Und ich konnte ruhig werden, es abgeben und dann haben wir angefangen. Wir haben drei Seitenteile vom Dachboden geholt und nach unten gebracht. Und das ist so ein Punkt den ich absolut mag an unserer Lebensgemeinschaft: Du kannst andere Fragen. Ich muss nicht alles können. Es gibt andere die dir helfen. Und so haben wir Stück für Stück die Krippe aufgebaut. Eigentlich ging der Arbeitseinsatz nur bis zum Mittagessen. Aber ich stand so unter Spannung. Ich habe am Nachmittag weiter gebaut bis ich fertig geworden bin.

Der Gottesdienst an Heilig Abend war schlicht und ergreifend. Wir haben die biblischen Texte der Bibel vorgelesen und szenisch nachgespielt. Wir sind mit Maria und Josef durch unseren Park gegangen bis zum Gasthaus in Bethlehem. Der Weg wurde durch Windlichter erhellt, die unsere Kinder aufgestellt haben. Wir trafen dann die Hirten auf dem Feld und sind dann mit ihnen den Weg zur Krippe gegangen und haben dort Maria und Josef und das Kind getroffen. Am Ende des Gottesdienstes konnte man etwas zur Krippe bringen und ans Herz heften. Aber was da in der Krippe anfängt geht ja weiter und so konnten jetzt über die ganze Weihnachtszeit hinweg Beiträge ans Herz geheftet werden.

Schrille Nacht, eilige Nacht!

Herzen auf! Platz gemacht!

Gottes Kind, ach komm herein!

Neu geboren wolln wir sein,

Christ, in deiner Geburt!

Christ, in deiner Geburt!

Gehard Schöne, Neudichtung von Stille Nach, heilige Nacht,

Euer Hendrik

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Bouldern

Moin!
Zu Weihnachten habe ich mit Kindern meiner Lebensgemeinschaft zuerst einen Baum aus dem Wald geholt und dann mit den Kindern auch den Baum geschmückt. Aber davon mehr in einem anderen Blogbeitrag. Jedenfalls stehe ich oben auf der Leiter und will einen großen Stern ganz ganz oben an der Baumspitze befestigen. Ich sage so in den Raum hinein, dass mir das arbeiten auf der Leiter nicht so liegt. Da sagt ein siebenjähriger Junge zu mir: Also Hendrik ich habe keine Höhenangst. Hey ich habe das Wort überhaupt nicht gebraucht. Aber es stimmt. Im Sommer hatte mein Sohn, der mehrere Monate mit in der Lebensgemeinschaft gelebt hat, schon einmal den Wunsch geäußert mit mir Bouldern zu gehen. Klettern ohne Absicherung? Hilfeeeee! Nun das war jetzt keine Äußerung, die bei mir auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Aber er hatte sich zwischen Weihnachten und Neujahr wieder bei uns angekündigt. Als Gemeinschaft untereinander schenken wir uns nichts. Aber unseren Kindern könnten wir etwas kleines schenken, wenn wir wollen. Meine Kinder kennen es nicht anders, denn ich bin erst hierher gezogen, als alle schon erwachsen waren. Nun gut, je Näher es zu Weihnachten ging habe ich doch mit dem Gedanken gespielt ihm einen Gutschein zu schenken für einen Tag in einer Kletterhalle. Aber eben Klettern mit Seilsicherung und zuerst der gemeinsame Besuch eines Schnupperkurses. Es gab von der Kletterhalle verschiedene Termine. Aber an dem Termin, an dem wir konnten war der Kurs schon ausgebucht. Als Alternative bot sich eine Kletterhalle mit Bouldern an. Also haben wir die Alternative genommen und noch einen Vater mit seinem siebenjährigem Sohn mitgenommen (siehe oben). Zuerst haben wir uns in dem Bereich aufgehalten, wo auch die kleinen Kinder klettern konnten. Die Routen waren leichter und der Endpunkt nicht so hoch (man kann nicht so tief fallen). Aber mit jeder geschafften Route wuchs der Spaß und ich habe sogar eine Route mit Überhang geschafft. Nach zwei Stunden waren meine Hände Wund, die Unterarme fest und meine letzte Route habe ich nach vier Versuchen fast bis zum letzten Griff geschafft. Mein Fazit: Es war unglaublich spannend, anstrengend (Ich hätte nicht gedacht, dass ich so dermaßen ins Schwitzen komme), belebend und faszinierend. Und es war nicht mein letzter Besuch in einer Kletterhalle. Es hat Lust auf mehr gemacht. Und man kann auf seine eigenen Kinder hören. Die haben auch gute Ideen, was alten Herren gut tut.

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